Rückblick: A Year in Books 2018

Lesestatistiken und Tops und Flops 2018

Das neue Lesejahr 2019 ist schon wieder fast einen ganzen Monat alt und der letzte Leserückblick des vergangenen Jahres ist auch schon erschienen, das bedeutet, dass ich den Gesamtrückblick auf das Lesejahr 2018 wohl auch nicht noch länger hinauszögern sollte – auch wenn ich ihn zugegebenermaßen gerne noch etwas vor mir hergeschoben hätte. In den letzten Leserückblicken und auch auf Instagram ist es ja auch wahrscheinlich schon mehr als deutlich durchgeklungen: 2018 war kein sonderlich erfolgreiches Lesejahr für mich und es lässt mich, wenn ich ehrlich bin, recht frustriert zurück. Deshalb würde ich mich auch lieber davor drücken, mich noch mal intensiv damit auseinanderzusetzen, aber andererseits kann ich danach dann auch erst richtig damit abschließen und vielleicht lässt sich ja daraus auch die eine oder andere Lehre ziehen, die ich mit in ein hoffentlich erfolgreich(er)es Lesejahr 2019 nehmen kann.

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Rückblick: Lesemonate November und Dezember 2018

Mit zehn Büchern in den Jahresendspurt

Zum Jahresanfang will man mit dem alten Jahr bekanntlich schnell abschließen, deswegen versuche ich, es mit dem Rückblick auf die beiden Lesemonate November und Dezember möglichst kurz und schmerzlos zu machen – zumal der gesamte Jahresrückblick 2018 ebenfalls noch bald folgen wird. Im Großen und Ganzen lief es in den letzten beiden Monaten jedenfalls gar nicht so schlecht und mit insgesamt zehn gelesenen Büchern – davon vier im November und sechs im Dezember – kann ich mich auch wirklich nicht beklagen, denke ich. Auch was die Qualität der gelesenen Bücher angeht, lief es im letzten Jahr schon deutlich schlechter: Unter den zehn Büchern war nur eines dabei, das ich überhaupt nicht mochte, ein paar waren mittelmäßig, die Hälfte habe ich jedoch mit vier Sternen bewertet und sogar ein letztes Jahreshighlight wurde mir noch recht überraschend beschert – alles in allem also zwei recht gute Lesemonate. Hier nun die gelesenen Bücher im Einzelnen:

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Bericht: Lesung von Melanie Raabe am 29. November 2018 in Ravensburg

Ein literarischer Kurztrip nach Wien

Letzten Donnerstag habe ich meine sieben Sachen zusammengepackt und bin eine (kleine) Reise angetreten: Einmal quer über den Bodensee ging es nämlich auf einen Abstecher nach Wien, äh, Ravensburg. Dort las nämlich Bestsellerautorin Melanie Raabe in der Buchhandlung RavensBuch aus ihrem neuen Thriller „Der Schatten“ und nahm das Publikum dabei mit auf einen literarischen Kurztrip in die österreichische Hauptstadt. Nach der tollen Lesung im Frühjahr vergangenen Jahres hatte ich, nachdem ich erfuhr, dass die Autorin auf dieser Lesereise wieder einen Stopp in Ravensburg einlegen würde, dem Termin monatelang entgegengefiebert und wurde nicht enttäuscht: Die Lesung war ein grandioser Abschluss meiner Lesungssaison, die im Frühsommer ebenfalls bei RavensBuch mit Robert Seethaler bereits fantastisch begonnen hatte.

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Bericht: Lesung von Christian Torkler am 26. Oktober 2018 in Ravensburg

Die Welt (und die Geschichte) einmal anders denken

Für gewöhnlich plane ich Lesungen – wenn möglich – recht weit im Voraus, spontan war bisher nur ein Lesungsbesuch (nämlich die Lesung von T.C. Boyle in Konstanz letzten November) und für die Lesung von Benedict Wells in Zürich letztens hatte ich immerhin noch etwa eine Woche Vorlaufzeit. Neulich war ich aber doch wieder ganz spontan auf einer Lesung und es war eine sehr gute Entscheidung! Ich war an dem betreffenden Wochenende ohnehin auf Heimatbesuch und hatte eh vor, bei der Lieblingsbuchhandlung RavensBuch vorbeizuschauen. Als ich sah, dass dort am Freitagabend eine Veranstaltung mit dem Debütautor Christian Torkler und seiner Lektorin stattfinden würde, dachte ich mir: Wenn ich schon mal da bin, kann ich meine Stippvisite ja gleich damit verbinden. Von dem Autor und seinem Roman Der Platz an der Sonne hatte ich bis dahin noch gar nichts gehört, aber der Klappentext machte mich extrem neugierig, da er thematisch genau nach meinem Geschmack klang – und meine Erwartungen wurden an dem Abend auch nicht enttäuscht, im Gegenteil: Dank RavensBuch habe ich ein sehr interessantes Buch entdeckt, das mir sonst womöglich völlig entgangen wäre.

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Bericht: Lesung von Benedict Wells am 22. Oktober 2018 in Zürich

Zurück in die Zukunft? Vorwärts in die Vergangenheit! – Eine emotionale Zeitreise mit Benedict Wells

Vor ein bisschen mehr als zwei Jahren las Benedict Wells in Begleitung von Jacob Brass im wunderschönen Konzerthaus in Ravensburg aus seinem Roman Vom Ende der Einsamkeit. Genau heute vor zwei Jahren habe ich in meinem ersten richtigen Blogbeitrag eben von dieser legendären Lesung berichtet, die ich niemals vergessen werde und wegen der dieser Blog einen Tag zuvor auch überhaupt erst online ging. Gestern vor einer Woche hatte ich nun das große Vergnügen, das Dream-Team Wells & Brass im Kaufleuten in Zürich wiederzusehen – und zwar auf einer der drei einzigen Lesungen zu Wells‘ neuem Kurzgeschichtenband Die Wahrheit über das Lügen.  Ob perfektes Timing, purer Zufall oder schieres Glück  „Man muss die Feste feiern, wie sie fallen!“, habe ich mir kurzum gedacht, nachdem mir dieses zeitliche Zusammenfallen der Ereignisse bewusst geworden war, obwohl der Lesungsbesuch bis zur Buchmesse eigentlich nicht eingeplant war. Eine derart wunderbare Veranstaltung sollte man sich aber nicht entgehen lassen und außerdem liegt Zürich für mich eigentlich auch nur einen Katzensprung entfernt, und so schnappte ich mir an besagtem Montag eine liebe Freundin, die Benedict Wells und seine Bücher bis dahin nur ein paar Tage gekannt hatte (aber in der kurzen Zeit direkt seine zwei neuesten Werke verschlungen hatte), und auf ging’s nach Züri, in die Heimat von Wells‘ Büchern.

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