Bericht: Lesung von Melanie Raabe am 29. November 2018 in Ravensburg

Ein literarischer Kurztrip nach Wien

Letzten Donnerstag habe ich meine sieben Sachen zusammengepackt und bin eine (kleine) Reise angetreten: Einmal quer über den Bodensee ging es nämlich auf einen Abstecher nach Wien, äh, Ravensburg. Dort las nämlich Bestsellerautorin Melanie Raabe in der Buchhandlung RavensBuch aus ihrem neuen Thriller „Der Schatten“ und nahm das Publikum dabei mit auf einen literarischen Kurztrip in die österreichische Hauptstadt. Nach der tollen Lesung im Frühjahr vergangenen Jahres hatte ich, nachdem ich erfuhr, dass die Autorin auf dieser Lesereise wieder einen Stopp in Ravensburg einlegen würde, dem Termin monatelang entgegengefiebert und wurde nicht enttäuscht: Die Lesung war ein grandioser Abschluss meiner Lesungssaison, die im Frühsommer ebenfalls bei RavensBuch mit Robert Seethaler bereits fantastisch begonnen hatte.

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Bericht: Lesung von Christian Torkler am 26. Oktober 2018 in Ravensburg

Die Welt (und die Geschichte) einmal anders denken

Für gewöhnlich plane ich Lesungen – wenn möglich – recht weit im Voraus, spontan war bisher nur ein Lesungsbesuch (nämlich die Lesung von T.C. Boyle in Konstanz letzten November) und für die Lesung von Benedict Wells in Zürich letztens hatte ich immerhin noch etwa eine Woche Vorlaufzeit. Neulich war ich aber doch wieder ganz spontan auf einer Lesung und es war eine sehr gute Entscheidung! Ich war an dem betreffenden Wochenende ohnehin auf Heimatbesuch und hatte eh vor, bei der Lieblingsbuchhandlung RavensBuch vorbeizuschauen. Als ich sah, dass dort am Freitagabend eine Veranstaltung mit dem Debütautor Christian Torkler und seiner Lektorin stattfinden würde, dachte ich mir: Wenn ich schon mal da bin, kann ich meine Stippvisite ja gleich damit verbinden. Von dem Autor und seinem Roman Der Platz an der Sonne hatte ich bis dahin noch gar nichts gehört, aber der Klappentext machte mich extrem neugierig, da er thematisch genau nach meinem Geschmack klang – und meine Erwartungen wurden an dem Abend auch nicht enttäuscht, im Gegenteil: Dank RavensBuch habe ich ein sehr interessantes Buch entdeckt, das mir sonst womöglich völlig entgangen wäre.

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Bericht: Lesung von Robert Seethaler in Ravensburg am 27. Juni 2018

Ein Erzähler, der in die Tiefe geht und tief berührt

Am vergangenen Mittwoch war’s für mich ein bisschen so wie Weihnachten im Sommer, denn einer meiner absoluten Lieblingsautoren war zu Besuch in meiner Heimatbuchhandlung. Als ich vor etlichen Wochen während einer Mittagspause davon erfuhr, dass Robert Seethaler im Juni bei RavensBuch aus seinem neuen Roman Das Feld lesen würde, musste ich mich danach schwer beherrschen, um im Büro keine Freudentänze aufzuführen. Von Woche zu Woche wuchs meine Vorfreude schier ins Unermessliche und ich fieberte dem Termin mindestens so sehr entgegen wie sonst einem Konzert einer meiner Lieblingsbands – und das will bei mir etwas heißen. Während am Mittwoch also alle anderen gespannt das WM-DebakelSpiel verfolgten, machte ich mich auf den Weg über den Bodensee und platzte fast vor Aufregung darüber, in wenigen Stunden endlich den Dritten im Bunde meiner liebsten deutschsprachigen Gegenwartsautoren (neben Benedict Wells und Martin Suter) sehen zu können.

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WUB17: Woche unabhängiger Buchhandlungen und 25 Jahre RavensBuch

Ein Fest der Unabhängig- und Beständigkeit

Während dieser Tage findet die Woche unabhängiger Buchhandlungen (kurz: WUB) statt. Seit dem 4. November und noch bis einschließlich 11. November feiern über 600 lokale, inhabergeführte Buchhandlungen in ganz Deutschland zusammen mit ihren Kunden mit vielfältigen Aktionen und zahlreichen Veranstaltungen ihre Unabhängigkeit (nähere Infos HIER). Die WUB geht dieses Jahr bereits in die vierte Runde, doch obwohl ich von dieser besondere Aktion bereits im letzten Jahr am Rande mitbekommen habe – vor allem durch die Wahl von Benedict Wells’ Roman Vom Ende der Einsamkeit zum Lieblingsbuch der Unabhängigen –, verfolge ich das Ganze in diesem Jahr zum ersten Mal aktiv mit. Ein Grund, meinen persönlichen Bezug zu lokalen, unabhängigen Buchhandlungen und ihre Bedeutung für mich einmal ein bisschen zu erläutern.

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Bericht: Lesung von Melanie Raabe am 21. März 2017 in Ravensburg

Ein Ausflug in die Welt des Thrillers

Drei Lesungen innerhalb drei Wochen, also jede Woche eine? Kann man mal machen, dachte ich mir. Und vor allem: Daran könnte man sich definitiv gewöhnen! So stand nach den beiden Lesungen von Benedict Wells und Takis Würger  für mich letzte Woche noch eine weitere an: Melanie Raabe legte auf ihrer Lesereise zu Die Wahrheit nämlich einen Stopp in Ravensburg ein und das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Zwar hatte ich bis zum Zeitpunkt des Kartenkaufs noch nicht einmal einen ihrer Romane gelesen, aber ich war ihr schon eine Weile auf diversen Social Media-Kanälen gefolgt und mir schien die Autorin einfach so unfassbar sympathisch, dass ich sie gerne einmal live sehen und lesen hören wollte. Abgesehen davon war die anstehende Lesung auch die optimale Motivation dafür, bis dahin zumindest Die Falle zu lesen – wenigstens ein bisschen wollte ich mitreden können.

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