Bericht: Lesung von Joey Goebel am 7. Juni 2019 in Ravensburg

Wenn Literatur und Musik eine unnachahmliche Symbiose eingehen:
Ein Abend mit Joey Goebel und Neon Diamond bei RavensBuch

“Kunst kann nur durch Leid entstehen” – so zumindest lautet die These in Joey Goebels wohl bekanntestem Roman Vincent. Nun, das habe ich in den vergangenen Wochen quasi einmal unfreiwilligerweise für euch getestet und muss sagen: Das trifft hier in meinem Fall nicht wirklich zu, denn knapp drei Wochen ist die Lesung von Joey Goebel in Ravensburg nun her und erst jetzt habe ich es – nach zig erfolglosen Anläufen und in mehreren kleinen Schritten – geschafft, halbwegs die Energie dafür aufzubringen, die passenden Worte für das Erlebte zu finden und sie aufs Papier zu bringen. Dabei war der Abend wirklich denkwürdig und hat es deshalb sehr verdient, festgehalten zu werden. Deswegen hier nun mein Versuch:

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Bericht: Lesung von Benedict Wells am 22. Oktober 2018 in Zürich

Zurück in die Zukunft? Vorwärts in die Vergangenheit! – Eine emotionale Zeitreise mit Benedict Wells

Vor ein bisschen mehr als zwei Jahren las Benedict Wells in Begleitung von Jacob Brass im wunderschönen Konzerthaus in Ravensburg aus seinem Roman Vom Ende der Einsamkeit. Genau heute vor zwei Jahren habe ich in meinem ersten richtigen Blogbeitrag eben von dieser legendären Lesung berichtet, die ich niemals vergessen werde und wegen der dieser Blog einen Tag zuvor auch überhaupt erst online ging. Gestern vor einer Woche hatte ich nun das große Vergnügen, das Dream-Team Wells & Brass im Kaufleuten in Zürich wiederzusehen – und zwar auf einer der drei einzigen Lesungen zu Wells‘ neuem Kurzgeschichtenband Die Wahrheit über das Lügen.  Ob perfektes Timing, purer Zufall oder schieres Glück  „Man muss die Feste feiern, wie sie fallen!“, habe ich mir kurzum gedacht, nachdem mir dieses zeitliche Zusammenfallen der Ereignisse bewusst geworden war, obwohl der Lesungsbesuch bis zur Buchmesse eigentlich nicht eingeplant war. Eine derart wunderbare Veranstaltung sollte man sich aber nicht entgehen lassen und außerdem liegt Zürich für mich eigentlich auch nur einen Katzensprung entfernt, und so schnappte ich mir an besagtem Montag eine liebe Freundin, die Benedict Wells und seine Bücher bis dahin nur ein paar Tage gekannt hatte (aber in der kurzen Zeit direkt seine zwei neuesten Werke verschlungen hatte), und auf ging’s nach Züri, in die Heimat von Wells‘ Büchern.

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Rückblick: A Year in Music 2017

Meine musikalischen Tops und Flops 2017

Das neue Jahr hat bereits angefangen und eigentlich sind da Rückblicke, die sich auf das letzte Jahr beziehen, schon Schnee von gestern, aber einen, äh zwei, hab ich noch – unter anderem eben mein musikalischer Rückblick auf das Jahr 2017. Ich habe zwar manchmal das Gefühl, dass die Beiträge aus der Kategorie „Musik“ hier auf weniger Interesse stoßen, aber da ich – wie im letztjährigen Beitrag – bereits erklärt, eine Statistik dieser Art ohnehin privat für mich führe/dokumentiere und ich auch „A Year in Music 2016“ nicht alleine stehen lassen und diese Beitragsserie gerne weiterführen möchte, müssen einige von euch jetzt ganz stark sein. 😉 Abgesehen davon bin ich, wie ich auch schon in meinem Bericht über das Konzert von Glen Hansard im November erklärt habe, im Sommer nicht dazu gekommen, hier auch nur irgendwie auf all die Konzerte und Musicals einzugehen, die ich in dieser Zeit besucht habe. Somit sehe ich diesen Beitrag auch als Gelegenheit, vielleicht noch auf den ein oder anderen besonders schönen Moment davon einzugehen. Also dann mal nichts wie los:

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Bericht: “Wicked” in Zürich am 29. November 2017

Ein kurzer Besuch in der “Emerald City”

Vor etwas mehr als einem Jahr erschien mein erster und auch leider bislang letzter Musicalbericht. Ich habe in der Zwischenzeit zwar noch das eine oder andere Musical besucht, bin jedoch nicht zeitnah dazu gekommen, ausführlich darüber zu schreiben (eventuell werde ich aber im musikalischen Jahresrückblick noch kurz darauf eingehen). Letzte Woche habe ich allerdings eines meiner Lieblingsmusicals gesehen und da wollte ich es mir diesmal wirklich nicht nehmen lassen, euch davon zu erzählen und ein bisschen vorzuschwärmen. Die UK-Tourproduktion des Musicals Wicked macht nämlich gerade Halt in Zürich und so hatte ich vergangenen Mittwoch die Gelegenheit, dieses sensationelle Stück einmal im englischen Original zu sehen.

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Bericht: Konzert von Glen Hansard in Stuttgart am 15. November 2017

Ein Liedermacher, der seine Geschichten mit Herz und Seele lebt

Lange ist es her – nämlich genauer gesagt etwas mehr als ein Jahr –, als in der Anfangszeit dieses Blogs mein erster und bisher einziger Konzertbericht hier online ging. Schande über mein Haupt, ich weiß. Denn es ist ja nicht so, als ob ich in der Zwischenzeit nicht noch weitere Konzerte besucht hätte, schließlich brauche ich sie ja wie die Luft zum Atmen. Still blieb es hier, was den Bereich „Musik“ angeht, seitdem trotzdem vorrangig aus zwei Gründen: Zum einen war ich mir nicht sicher, wie hoch hier das Interesse an Beiträgen dieser Art überhaupt ist, und zum anderen, weil ich in den allermeisten Fällen auch nicht zeitnah dazu gekommen wäre, die Erlebnisse frisch niederzuschreiben. Den ein oder anderen kürzeren Konzert- und Musicaleindruck wird es aber sicherlich noch im musikalischen Rückblick Ende des Jahrs geben, versprochen! Jetzt gibt es jedenfalls fürs Erste wieder ganz aktuell einen Konzertbericht, der trotz all der vergangenen Zeit in vielen Punkten fast nahtlos an meinen Artikel über das Konzert von Passenger in Winterthur im letzten November anknüpft: Auch in diesem Fall wird das enge Verhältnis zwischen Musik und Dichtung bzw. Literatur sehr deutlich und hier ist die Verbindung zu Bob Dylan sogar noch größer, denn der betreffende Musiker sieht die Songwriterlegende nicht nur als einen seiner größten Einflüsse, sondern ist mit Dylan auch befreundet. Zudem handelt es sich hier ebenfalls um ein riesiges Erzähltalent, das seine Musikkarriere auch auf der Straße startete. Mittlerweile wird der besagte Singer/Songwriter gemeinhin als „König der Straßenmusiker“ gehandelt, wurde mehrfach ausgezeichnet, teilte die Bühne schon mit Größen wie Bruce „The Boss“ Springsteen, bespielt mitunter die namhaftesten Konzertstätten der Welt und zeigt sich auf seinen Gigs trotz allem als ein zutiefst authentischer, geerdeter und vor allem auch sehr nahbarer Vollblutmusiker. So auch gestern Abend im Beethovensaal der Stuttgarter Liederhalle.

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