Bericht: Lesung von Arundhati Roy am 12. September 2017 in Tübingen

Über eine starke und mächtige Frau

Nach einem Frühling und Frühsommer voller toller Lesungen folgte für mich ein lesungsfreier Sommer. Doch das Herbst- und Winterprogramm klingt sehr vielversprechend und dank der Lesung von Arundhati Roy in Tübingen hätte es für mich kaum einen besseren Start in die neue Lesungssaison geben können. Seitdem ich von Roys Lesereise und ihrem Abstecher in Tübingen mitbekam, hatte ich den Termin immer im Hinterkopf behalten. Ich war mir, nachdem ich mich mit ihren beiden Romanen relativ schwergetan hatte, nicht ganz sicher, ob ich die Fahrt nach Tübingen wirklich auf mich nehmen sollte. Da ich Arundhati Roy aber als Persönlichkeit sehr faszinierend und inspirierend finde und man ja auch nicht alle Tage die Chance bekommt, eine Booker-Preisträgerin live zu erleben, überwog am Ende meine Neugier doch. Also beschloss ich ein paar Tage vor der Lesung, die Karten endgültig klarzumachen – diese kamen dann auch gerade noch rechtzeitig am Tag der Lesung hier an. Der Nervenkitzel, ich kann’s euch sagen! Im Endeffekt war es das alles aber mehr als wert!

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Bericht: Tübinger Bücherfest 2017

Ein bisschen Kurzurlaub in der Gesellschaft von Bücherwürmern und grandiosen Autoren

Das Tübinger Bücherfest, in dessen Rahmen Literatur an historischen und ungewöhnlichen Orten inszeniert wird, fand in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal statt. Allerdings hatte ich, obwohl eeeinige Freunde und Bekannte in Tübingen studiert haben oder sogar immer noch dort studieren, bis vor Kurzem noch nie von dieser tollen Veranstaltung gehört oder gelesen. Eine wirkliche Schande, da ich das Bücherfest ansonsten bestimmt schon vorher einmal besucht hätte. Umso froher bin ich, dass ich zumindest dieses Jahr rechtzeitig davon erfahren habe, denn nur ein Blick auf das hochkarätige Programm genügte, damit ich mir sofort ein sogenanntes „Bücherfestbändel“ sowie die ein oder andere Eintrittskarte für diverse Lesungen sicherte – unter anderem für die Auftaktveranstaltung „Schoog im Dialog“ mit Martin Suter, über die ich hier bereits ausführlich berichtet habe.

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Bericht: „Schoog im Dialog“ mit Martin Suter am 24. Mai 2017 in Tübingen

Zurück zu den Wurzeln von Elefant

Zu seinem Besuch in Tübingen im Rahmen der Reihe „Schoog im Dialog“ sowie des Tübinger Bücherfestes brachte Bestsellerautor Martin Suter seinen aktuellen Roman dorthin, wo alles begann: Und zwar an den Geburtsort seines niedlichen rosafarbenen Elefäntchens Sabu. An die zehn Jahre ist es nämlich mittlerweile schon her, als der Alzheimer-Forscher Mathias Jucker den Schweizer Schriftsteller in einem Gespräch auf einem Kongress in Tübingen auf die Idee zu dem Roman brachte. Seitdem sei ihm die Vorstellung eines durch Gentechnik erzeugten rosaroten Mini-Elefanten nicht mehr aus dem Kopf gegangen, so Suter. Wie bereits in meiner Rezension zu Elefant erwähnt, ist es auch ungefähr ein Jahrzehnt her, als ich zum ersten Mal mit Martin Suters Romanen in Berührung kam, und jahrelang habe ich den Wunsch gehegt, den Schriftsteller einmal live sehen und lesen hören zu können. Dank seines Abstechers in Tübingen ging dieser Traum nun endlich in Erfüllung.

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Bericht: Lesung von Melanie Raabe am 21. März 2017 in Ravensburg

Ein Ausflug in die Welt des Thrillers

Drei Lesungen innerhalb drei Wochen, also jede Woche eine? Kann man mal machen, dachte ich mir. Und vor allem: Daran könnte man sich definitiv gewöhnen! So stand nach den beiden Lesungen von Benedict Wells und Takis Würger  für mich letzte Woche noch eine weitere an: Melanie Raabe legte auf ihrer Lesereise zu Die Wahrheit nämlich einen Stopp in Ravensburg ein und das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Zwar hatte ich bis zum Zeitpunkt des Kartenkaufs noch nicht einmal einen ihrer Romane gelesen, aber ich war ihr schon eine Weile auf diversen Social Media-Kanälen gefolgt und mir schien die Autorin einfach so unfassbar sympathisch, dass ich sie gerne einmal live sehen und lesen hören wollte. Abgesehen davon war die anstehende Lesung auch die optimale Motivation dafür, bis dahin zumindest Die Falle zu lesen – wenigstens ein bisschen wollte ich mitreden können.

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Bericht: Lesung von Takis Würger am 17. März 2017 in Ravensburg

Der Club im Boxclub: Lesung einmal etwas anders

Der Club von Takis Würger ist so ein Buch, über das ich in den letzten Wochen ausschließlich gute Kritiken gelesen habe. Mein Interesse war schnell geweckt und obwohl ich bis dato noch keine Zeit gefunden hatte, den Roman selbst zu lesen, spielte ich mit dem Gedanken, auf eine Lesung des Autors zu gehen. Offenbar hatte ich aber wohl eine eher schlampige Recherche betrieben, denn ich war der Annahme gewesen, dass in nächster Zeit keine Lesung in der Nähe stattfinden würde – der Lesetermin in Ravensburg war mir also komplett entgangen. Wie es aber doch noch dazu kam, dass ich die Lesung besuchen konnte? Instagram sei Dank! Dort stolperte ich am Nachmittag über ein Foto des Autors, bei dem er in der Bildunterschrift erwähnte, dass er am Abend in Ravensburg aus seinem Roman lesen würde. Ich fackelte nicht lange, rief schnell beim Buchladen an, um sicherzugehen, dass es auch noch Karten gab, packte anschließend meine Sachen und schipperte darauf kurzerhand über den Bodensee. Eigentlich gehöre ich sonst nicht wirklich zur spontanen Sorte, aber in solchen Fällen kann man ja auch mal eine Ausnahme machen.

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