Rezension: “Hinterhofleben” von Maik Siegel

Ein Berliner Hinterhof als Mikrokosmos für die Austragung der Flüchtlingsdebatte

Seit ihren Anfängen im Jahr 2015 ist die Flüchtlingskrise praktisch ein stetiger Bestandteil von Diskussionen in der (Welt-)Politik und den Medien. Dabei kommt auch immer wieder die Frage auf, wie mit den Flüchtlingen umgegangen werden und wie ein vernünftiges Miteinander gelingen soll. Grundlegend wird diese Debatte auf internationaler und nationaler Ebene ausgetragen, doch beschäftigt sie die Bürger selbstverständlich auch immer verstärkter in ihrem eigenen Alltag. Auf eben jener Ebene bewegt sich auch die Geschichte, die der junge Berliner Autor Maik Siegel in seinem Debütroman Hinterhofleben erzählt: Ein (scheinbar) ganz gewöhnliches Mietshaus im Prenzlauer Berg ist hier der repräsentative Austragungsort der Flüchtlingsdebatte.

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Rückblick: Lesemonat November 2017

Durchwachsene Zeiten

Bevor dann bald schon wieder die Hälfte des neuen Monats vorbei ist, wird es langsam wirklich Zeit, noch den Lesemonat November Revue passieren zu lassen. Mit dem Leserückblick bin ich diesmal etwas später dran, weil ich mir ursprünglich gedacht hatte, die Lesemonate November und Dezember zusammenzufassen, doch jetzt war mir doch noch danach, früher als gedacht ein paar Worte zu den Büchern zu verlieren, die ich im letzten Monat gelesen habe.

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Bericht: “Wicked” in Zürich am 29. November 2017

Ein kurzer Besuch in der “Emerald City”

Vor etwas mehr als einem Jahr erschien mein erster und auch leider bislang letzter Musicalbericht. Ich habe in der Zwischenzeit zwar noch das eine oder andere Musical besucht, bin jedoch nicht zeitnah dazu gekommen, ausführlich darüber zu schreiben (eventuell werde ich aber im musikalischen Jahresrückblick noch kurz darauf eingehen). Letzte Woche habe ich allerdings eines meiner Lieblingsmusicals gesehen und da wollte ich es mir diesmal wirklich nicht nehmen lassen, euch davon zu erzählen und ein bisschen vorzuschwärmen. Die UK-Tourproduktion des Musicals Wicked macht nämlich gerade Halt in Zürich und so hatte ich vergangenen Mittwoch die Gelegenheit, dieses sensationelle Stück einmal im englischen Original zu sehen.

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Bericht: Lesung von T.C. Boyle in Konstanz am 21. November 2017

Science-Fiction trifft auf jahrhundertealte Geschichte: „Ecosphere 2“ im Konstanzer Konzil

Gestern ging es für mich völlig spontan zur Lesung von T.C. Boyle in Konstanz. Wochenlang hatte ich zwar schon überlegt, die Lesung zu besuchen, doch da ich bis jetzt weder Boyles aktuellen Roman Die Terranauten noch ein anderes seiner Bücher gelesen habe, zögerte ich bis zuletzt. Als mich dann gestern Abend jedoch eine Freundin fragte, ob ich auch zu Boyles Lesung ginge, entschied ich mich kurzerhand doch noch dafür, schließlich bekommt man ja auch nicht alle Tage die Gelegenheit, einen der größten zeitgenössischen amerikanischen Autoren live sehen und lesen hören zu können. Und ich muss sagen: Ich bin im Nachhinein wirklich froh darüber, dass ich auf der Lesung gewesen bin.

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Bericht: Konzert von Glen Hansard in Stuttgart am 15. November 2017

Ein Liedermacher, der seine Geschichten mit Herz und Seele lebt

Lange ist es her – nämlich genauer gesagt etwas mehr als ein Jahr –, als in der Anfangszeit dieses Blogs mein erster und bisher einziger Konzertbericht hier online ging. Schande über mein Haupt, ich weiß. Denn es ist ja nicht so, als ob ich in der Zwischenzeit nicht noch weitere Konzerte besucht hätte, schließlich brauche ich sie ja wie die Luft zum Atmen. Still blieb es hier, was den Bereich „Musik“ angeht, seitdem trotzdem vorrangig aus zwei Gründen: Zum einen war ich mir nicht sicher, wie hoch hier das Interesse an Beiträgen dieser Art überhaupt ist, und zum anderen, weil ich in den allermeisten Fällen auch nicht zeitnah dazu gekommen wäre, die Erlebnisse frisch niederzuschreiben. Den ein oder anderen kürzeren Konzert- und Musicaleindruck wird es aber sicherlich noch im musikalischen Rückblick Ende des Jahrs geben, versprochen! Jetzt gibt es jedenfalls fürs Erste wieder ganz aktuell einen Konzertbericht, der trotz all der vergangenen Zeit in vielen Punkten fast nahtlos an meinen Artikel über das Konzert von Passenger in Winterthur im letzten November anknüpft: Auch in diesem Fall wird das enge Verhältnis zwischen Musik und Dichtung bzw. Literatur sehr deutlich und hier ist die Verbindung zu Bob Dylan sogar noch größer, denn der betreffende Musiker sieht die Songwriterlegende nicht nur als einen seiner größten Einflüsse, sondern ist mit Dylan auch befreundet. Zudem handelt es sich hier ebenfalls um ein riesiges Erzähltalent, das seine Musikkarriere auch auf der Straße startete. Mittlerweile wird der besagte Singer/Songwriter gemeinhin als „König der Straßenmusiker“ gehandelt, wurde mehrfach ausgezeichnet, teilte die Bühne schon mit Größen wie Bruce „The Boss“ Springsteen, bespielt mitunter die namhaftesten Konzertstätten der Welt und zeigt sich auf seinen Gigs trotz allem als ein zutiefst authentischer, geerdeter und vor allem auch sehr nahbarer Vollblutmusiker. So auch gestern Abend im Beethovensaal der Stuttgarter Liederhalle.

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