Rezension: “Die Straße” von Robert Seethaler

Eine gewöhnliche Straße als Brennglas der Gesellschaft

In meinen Anfangszeiten als Buchbloggerin habe ich die Romane von Robert Seethaler viel und gerne rezensiert – mal mit großer Verzückung, manchmal auch mit größeren Erstaunen, seltener mit einer hochgezogenen Augenbraue. Seitdem sind ein paar Jahre ins Land gegangen und vielleicht hat sich die eine oder der andere schon gefragt, was aus meiner Seethaler-Begeisterung geworden ist. Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich seit dem grandiosen Das Feld ein bisschen mit seinen Romanen gefremdelt, die Nachfolger Der letzte Satz und auch Das Café ohne Namen haben mich leider nicht mehr richtig erreicht. Umso größer war die Vorfreude aber auf seinen neuesten Roman Die Straße, der mich –zumindest dem Klappentext nach zu urteilen – an meinen ewigen Liebling Das Feld erinnert hat. Ob er diese Hoffnung letzten Endes auch erfüllen konnte?

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Rückblick: A Year in Books 2018

Lesestatistiken und Tops und Flops 2018

Das neue Lesejahr 2019 ist schon wieder fast einen ganzen Monat alt und der letzte Leserückblick des vergangenen Jahres ist auch schon erschienen, das bedeutet, dass ich den Gesamtrückblick auf das Lesejahr 2018 wohl auch nicht noch länger hinauszögern sollte – auch wenn ich ihn zugegebenermaßen gerne noch etwas vor mir hergeschoben hätte. In den letzten Leserückblicken und auch auf Instagram ist es ja auch wahrscheinlich schon mehr als deutlich durchgeklungen: 2018 war kein sonderlich erfolgreiches Lesejahr für mich und es lässt mich, wenn ich ehrlich bin, recht frustriert zurück. Deshalb würde ich mich auch lieber davor drücken, mich noch mal intensiv damit auseinanderzusetzen, aber andererseits kann ich danach dann auch erst richtig damit abschließen und vielleicht lässt sich ja daraus auch die eine oder andere Lehre ziehen, die ich mit in ein hoffentlich erfolgreich(er)es Lesejahr 2019 nehmen kann.

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Bericht: Frankfurter Buchmesse am 10. Oktober 2018

FBM Runde 2 – Teil 1/3

Neun Tage nach meinem Abenteuer auf der Frankfurter Buchmesse hallt der berühmt-berüchtigte Messeblues immer noch leicht nach, aber wenigstens konnten sich die ganzen Eindrücke von den drei Tagen zwischenzeitlich ein bisschen setzen. Gefühlt bin ich jetzt auch schon wieder die Letzte, die noch ihren Messebericht nachreicht, nur leider scheine ich aber auch die Einzige zu sein, die in diesem Jahr von den lästigen Messeviren heimgesucht wurde – und zwar so richtig! Nachdem ich mittlerweile zum Glück aus der gröbsten Erkältungsphase raus bin und endlich wieder klare Gedanken fassen kann, möchte ich nun meine Messeerlebnisse festhalten und in insgesamt drei Teilen berichten, was ich alles auf meinem zweiten Buchmesseabenteuer erlebt habe.

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Rezension: “Das Feld” von Robert Seethaler

Ein Totenkonzert über das Leben

Unerträglich lange musste ich nach dem Erscheinen des neuen Romans von Robert Seethaler warten, bis ich ihn endlich selbst in den Händen halten und lesen konnte. Um diese Erfahrung vielleicht auch gewissermaßen zu kompensieren, habe ich das Buch dann innerhalb kürzester Zeit gleich zweimal gelesen. Trotzdem hat es jetzt auch mit der Rezension länger gedauert als ursprünglich geplant. In der Zwischenzeit habe ich auch bereits über die Lesung von Robert Seethaler bei Ravensbuch berichtet. Der Roman selbst musste jedoch eine ganze Weile in mir nachklingen und auch ich musste erstmal meine Gedanken und Gefühle dazu sortieren. Ob ich überhaupt die richtigen Worte für dieses Meisterwerk finden kann? Ich möchte es jetzt einfach einmal versuchen…

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Rückblick: Lesemonate Mai und Juni 2018

Acht relativ gute Lesewochen

Schon wieder Mitte Juli und ich habe hier noch nicht einmal die Bilanz für die beiden Lesemonate Mai und Juni gezogen – das möchte ich mit diesem Post nun aber schleunigst nachholen! Die (größtenteils ziemlich) tollen Bücher, die ich in den letzten beiden Monaten gelesen habe, sollen nämlich auf keinen Fall unter den Tisch fallen. Zwar lief’s im Mai erstmal – wie bereits im letzten Monatsrückblick vermutet – lesetechnisch nicht so rund, aber es zählt ja Qualität und nicht Quantität, oder? Denn meine einzige Lektüre im Mai hat mir immerhin sehr gut gefallen und mich, wenn man so will, wieder auf den Geschmack gebracht, denn im Monat darauf habe ich dann sogar vier Bücher geschafft. Insgesamt konnten mich hier zwar nicht alle Romane gleichermaßen begeistern, dafür hat ein großes Highlight aber sowieso alles überstrahlt. Welches Buch das wohl war? Vielleicht hat der/die ein/e oder andere bereits eine Vermutung, weil ich da wohl ein bisschen durchschaubar bin, ansonsten kommt hier aber auch schon gleich die Auflösung:

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