Ein bereichernder Kurztrip zum größten mehrsprachigen Literaturfestival der Schweiz

Seit mittlerweile 48 Jahren wird die malerisch am Fuße des Juras und der Aare gelegene Kleinstadt Solothurn traditionell über das Auffahrtswochenende Mitte Mai zum Hotspot der Schweizer Literaturszene – und weit darüber hinaus. Da ich in der Grenzregion lebe, war mir das Literaturfestival zwar durchaus bereits ein Begriff, seiner tatsächlicher Strahlkraft war ich mir jedoch noch nicht bewusst gewesen, doch das sollte sich ändern, denn ich hatte in diesem Jahr nun die Gelegenheit, mich von anderen Literaturliebhaber:innen und Gleichgesinnten mit durch die Straßen der Solothurner Altstadt zu Lesungen, Diskussionen und Performances an verschiedensten Orten, von denen einer schöner als der andere war, treiben zu lassen, internationalen Autor:innen zu lauschen und gemeinsam ins Gespräch über Sprache und das Erzählen zu kommen – und all das in gerade einmal eineinhalb Tagen: Ein intensives, teils atemloses Erlebnis, das für mich jedoch kaum bereichernder hätte sein können und einmal mehr bewiesen hat, welche Bedeutung Geschichten und Bücher besonders in der heutigen Zeit haben.